Die Heizung fällt im Januar in Käfertal aus. Was macht der Hauseigentümer? Er greift zum Handy und tippt „Heizung Notdienst Mannheim“. Wer dann oben steht, bekommt den Anruf. SEO für Handwerker heißt genau das: dafür sorgen, dass du bei diesen Suchen auftauchst, in Google Maps und in der normalen Suche. In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf es bei Handwerksbetrieben ankommt.
SEO für Handwerker heißt: bei Suchen wie „Elektriker Mannheim“ oder „Heizung Notdienst Mannheim“ in Google Maps und der normalen Suche oben stehen. Die wichtigsten Hebel sind ein Google-Unternehmensprofil mit Einzugsgebiet statt Adresse, eine eigene Seite pro Leistung, echte Baustellenfotos und Bewertungen direkt nach der Abnahme. Weil du beim Kunden arbeitest, zählt dein Einsatzgebiet mehr als deine Adresse.
Warum funktioniert SEO für Handwerker anders?
Drei Dinge unterscheiden Handwerksbetriebe von vielen anderen Unternehmen:
- Du arbeitest beim Kunden. Kaum jemand kommt in deine Werkstatt. Dein Einsatzgebiet ist wichtiger als deine Adresse.
- Gesucht wird nach Leistung plus Ort. Niemand sucht nach deinem Firmennamen, solange er dich nicht kennt. Er sucht nach „Elektriker Neckarstadt“ oder „Badsanierung Lindenhof“.
- Viele Suchen sind dringend. Rohrbruch, Stromausfall, ausgesperrt: Da wird nicht verglichen, da wird angerufen.
Wie lokale Suche grundsätzlich funktioniert, erklären wir ausführlich im Artikel über Local SEO. Hier geht es um das, was speziell für dein Gewerk zählt.
Wie suchen Kunden einen Handwerker bei Google?
Schau dir an, wie deine Kunden ihr Problem beschreiben, nicht wie du deine Leistung nennst. Typische Muster:
- Gewerk plus Stadt: „Elektriker Mannheim“, „Dachdecker Heidelberg“, „Maler Ludwigshafen“.
- Leistung plus Stadtteil: „Badsanierung Käfertal“, „Fenster tauschen Feudenheim“.
- Notfall: „Heizung Notdienst Mannheim“, „Rohrreinigung sofort“, „Elektriker in der Nähe“.
- Fragen vor dem Auftrag: „Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?“, „Wie lange dauert eine Badsanierung?“.
Notfall-Suchen passieren meist unterwegs am Handy, oft mit Standort. Google ermittelt die lokalen Ergebnisse laut eigener Hilfe vor allem aus Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung kannst du nicht ändern. Relevanz und Bekanntheit schon. Und weil Google für Indexierung und Ranking die mobile Version deiner Seite verwendet, muss sie am Handy schnell laden und die Telefonnummer mit einem Tipp anrufbar sein.
| Suche | Beispiel | Was dafür sorgt, dass du auftauchst |
|---|---|---|
| Gewerk plus Stadt | „Elektriker Mannheim“ | Google-Unternehmensprofil mit Einzugsgebiet und genauer Kategorie |
| Leistung plus Stadtteil | „Badsanierung Käfertal“ | Eigene Leistungsseite, Einsatzgebiet genannt, Projektberichte mit Ortsangabe |
| Notfall | „Heizung Notdienst Mannheim“ | Seite, die am Handy schnell lädt, Telefonnummer mit einem Tipp anrufbar |
| Fragen vor dem Auftrag | „Wie lange dauert eine Badsanierung?“ | Leistungsseite, die Ablauf und typische Kundenfragen beantwortet |
Wie richtest du das Google-Unternehmensprofil mit Einzugsgebiet ein?
Für die meisten Handwerker ist das Google-Unternehmensprofil der wichtigste Hebel. Es entscheidet, ob du in der Kartenansicht über den normalen Suchergebnissen erscheinst.
Adresse ausblenden, Einzugsgebiet festlegen
Empfängst du an deiner Adresse keine Kunden, sagt Google klar: Entferne die Adresse aus dem Profil und gib stattdessen ein Einzugsgebiet an. Google nennt Klempner sogar ausdrücklich als Beispiel. Du kannst Städte, Postleitzahlen oder Regionen eintragen, höchstens 20, und das Gebiet sollte nicht mehr als etwa zwei Autostunden von deinem Standort entfernt sein. Für einen Betrieb in Mannheim heißt das zum Beispiel: Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, Viernheim, Schwetzingen und die Orte, in denen du wirklich arbeitest.
Name und Kategorie sauber halten
Trag deinen echten Firmennamen ein, so wie er auf Fahrzeug und Briefpapier steht. Zusätze wie „Notdienst 24/7 Mannheim“ im Namen sind nach Googles Richtlinien nicht erlaubt. Wähle so wenige Kategorien wie möglich und so genau wie möglich, also „Elektriker“ statt eines Sammelsuriums.
Leistungsseiten pro Gewerk und Leistung
Eine Startseite mit „Wir machen alles rund ums Haus“ rankt für nichts. Besser: eine eigene Seite für jede Leistung, mit der du Geld verdienst und nach der gesucht wird. Beim Sanitärbetrieb etwa Badsanierung, Heizungstausch und Rohrbruch-Notdienst.
Jede Leistungsseite beantwortet die Fragen, die Kunden vor dem Anruf haben:
- Was genau machst du, und was nicht?
- Wie läuft der Auftrag ab, vom ersten Anruf bis zur Abnahme?
- In welchen Orten bist du unterwegs?
- Wie erreicht man dich, auch im Notfall?
- Welche Projekte dieser Art hast du schon umgesetzt?
Google empfiehlt Inhalte, die für Menschen geschrieben sind und echtes Fachwissen zeigen. Genau das hast du als Handwerker: Du weißt, warum ein Altbau in der Neckarstadt andere Leitungen hat als ein Neubau in Feudenheim. Schreib das auf.
Brauchst du für jeden Stadtteil eine eigene Seite?
Die Versuchung ist groß: dieselbe Seite 30-mal kopieren und nur den Ortsnamen tauschen, „Elektriker Käfertal“, „Elektriker Lindenhof“ und so weiter. Google nennt in seinen Spamrichtlinien genau das als Beispiel für den Missbrauch von Brückenseiten: viele Seiten, die auf Städte oder Regionen zugeschnitten sind, aber kaum Eigenes bieten.
Der bessere Weg:
- Nenne dein Einsatzgebiet auf den Leistungsseiten und auf einer Seite „Einsatzgebiet“.
- Lege eigene Ortsseiten nur dort an, wo du wirklich etwas zu sagen hast, etwa für Heidelberg, wenn du dort viel arbeitest und Projekte zeigen kannst.
- Erwähne Orte in Projektberichten ganz natürlich: „Badsanierung in einem Altbau im Lindenhof“.
Fotos von echten Baustellen
Echte Fotos von deinen Projekten zeigen mehr als jedes Stockfoto mit lächelndem Monteur. Besonders gut funktionieren Vorher-Nachher-Bilder: das alte Bad, das neue Bad. Lade Fotos auch in dein Unternehmensprofil hoch, Google bietet dafür einen eigenen Bereich.
Wichtig: Fotos aus Wohnungen und Häusern nur mit Einverständnis der Kunden. Keine Hausnummern, Namen am Briefkasten oder privaten Gegenstände im Bild. Gib den Bildern sprechende Dateinamen und Alternativtexte, zum Beispiel „Badsanierung Feudenheim, bodengleiche Dusche“.
Wir schauen uns dein Unternehmensprofil und deine Webseite an und zeigen dir in der kostenlosen SEO-Analyse, wo in Mannheim Luft nach oben ist.
Bewertungen direkt nach Auftragsende
Der beste Moment für eine Bitte um Bewertung ist die Abnahme: Der Kunde steht im neuen Bad und freut sich. Google empfiehlt, Kunden über einen Bewertungslink oder einen QR-Code darum zu bitten. Leg den QR-Code also auf die Rechnung oder in die Abschlussmail.
Verboten sind laut Google Anreize wie Rabatte oder kostenlose Leistungen für eine Bewertung. Ebenfalls nicht erlaubt: gezielt um positive Bewertungen zu bitten. Frag einfach jeden Kunden nach seiner ehrlichen Meinung. Und antworte auf jede Bewertung, auch auf die kritischen. Mehr dazu im Artikel über Google-Bewertungen.
Branchenportale: Ergänzung, kein Ersatz
Portale wie MyHammer oder Check24 Profis und die Betriebssuche der Handwerkskammer können dir zusätzliche Anfragen bringen. Ein Eintrag schadet nicht, solange Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich sind. Aber: Dort stehst du direkt neben deinen Mitbewerbern, und die Regeln macht das Portal. Deine eigene Webseite und dein Unternehmensprofil gehören dir. Sie sind das Fundament, Portale sind ein Zusatz.
Volle Auftragsbücher: Lohnt sich SEO dann überhaupt?
Viele Betriebe sind auf Monate ausgebucht. Trotzdem kann SEO sinnvoll sein, aus zwei Gründen:
- Die richtigen Aufträge: Wer gefunden wird, kann auswählen. Statt kleiner Reparaturen kommen eher die Projekte, die du wirklich willst, zum Beispiel komplette Badsanierungen oder Wärmepumpen.
- Fachkräfte gewinnen: Auch Bewerber suchen bei Google, etwa nach „Elektriker Job Mannheim“. Eine eigene Karriereseite mit echten Fotos vom Team und klaren Infos zu Arbeitszeiten und Einsatzorten macht dich als Arbeitgeber sichtbar.
SEO braucht Zeit. Wer erst anfängt, wenn die Aufträge ausbleiben, startet zu spät. Wie lange es realistisch dauert, erklären wir in Wie lange dauert SEO?.
Typische Fehler von Handwerksbetrieben
- Nur eine Startseite: Alle Leistungen in einer Liste, keine eigenen Seiten. Dann fehlt Google der Bezug zur Suche.
- Telefonnummer nur als Bild: Am Handy nicht antippbar, der Kunde muss sie abtippen.
- Privatadresse im Profil: Obwohl dort nie ein Kunde hinkommt. Besser: Einzugsgebiet statt Adresse.
- Ortsseiten mit Copy-Paste: Viele gleiche Seiten, nur der Ortsname ist anders.
- Stockfotos statt echter Projekte: Echte Projekte überzeugen mehr.
- Profil angelegt und vergessen: Öffnungszeiten von vor drei Jahren, keine neuen Fotos, unbeantwortete Bewertungen.
Wenn deine Webseite die Grundlagen nicht hergibt, lohnt sich ein Blick auf unser Webdesign in Mannheim: Seiten, die von Anfang an für lokale Suche gebaut sind. Und für alles rund um Google-Profil, Inhalte und Rankings sind wir deine SEO-Agentur in Mannheim.
Checkliste: SEO für deinen Handwerksbetrieb
Häufige Fragen zu SEO für Handwerker
Brauche ich als Handwerker überhaupt eine eigene Webseite?
Das Google-Unternehmensprofil bringt dich in Google Maps und in die Kartenansicht. Für Suchen nach einzelnen Leistungen wie „Wärmepumpe einbauen“ oder „Badsanierung Feudenheim“ brauchst du aber Seiten, die genau diese Leistung erklären. Dazu kommt: Wer dich empfohlen bekommt, schaut meist zuerst auf deine Webseite, bevor er anruft.
Muss ich meine Adresse zeigen, wenn ich nur beim Kunden arbeite?
Nein. Google sagt: Wenn du an deiner Geschäftsadresse keine Kunden empfängst, entferne die Adresse aus dem Profil und lege stattdessen ein Einzugsgebiet fest. Google nennt dafür ausdrücklich Klempner als Beispiel. Erlaubt sind bis zu 20 Gebiete, die nicht mehr als etwa zwei Autostunden von deinem Standort entfernt liegen sollten.
Darf ich für jeden Stadtteil eine eigene Seite anlegen?
Nur, wenn jede Seite echten eigenen Inhalt hat, etwa Projekte aus dem Stadtteil, Besonderheiten der Gebäude oder Anfahrtsinfos. Viele fast gleiche Seiten, bei denen nur der Ortsname getauscht ist, bewertet Google als Missbrauch von Brückenseiten. Das kann deiner ganzen Webseite schaden.
Darf ich Kunden für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?
Nein. Google verbietet Anreize wie Rabatte, Zahlungen oder kostenlose Leistungen als Gegenleistung für Bewertungen. Erlaubt und sinnvoll ist, jeden Kunden nach Auftragsende zu bitten, zum Beispiel über einen Bewertungslink oder QR-Code. Gezielt um positive Bewertungen zu bitten, ist ebenfalls nicht erlaubt.
Wann merke ich, dass SEO wirkt?
Das hängt vom Gewerk, vom Wettbewerb in deiner Gegend und vom Ausgangszustand deiner Webseite ab. Änderungen am Unternehmensprofil sind oft schneller sichtbar als neue Leistungsseiten. Eine ehrliche Einordnung findest du im Artikel „Wie lange dauert SEO?“.