Ein Nachbar empfiehlt einen Elektriker in Käfertal. Was passiert als Nächstes? Der Interessent öffnet am Handy dessen Website, schaut zehn Sekunden drauf und entscheidet: anrufen oder weitersuchen. Genau in diesen Sekunden muss deine Website für Handwerker zeigen, was du machst, wo du unterwegs bist und wie man dich erreicht. In diesem Artikel geht es um die Website selbst: Aufbau, Inhalte, Kontaktwege und Pflege.
Eine gute Website für Handwerker zeigt sofort Gewerk und Einsatzgebiet, macht den Anruf oder die WhatsApp-Nachricht mit einem Tipp möglich und stellt einen Notdienst klar heraus, falls du einen anbietest. Dazu gehören eigene Leistungsseiten, echte Projektfotos, Bewertungen, ein kurzes Anfrageformular mit Foto-Upload und eine Karriereseite. Sie muss am Handy schnell laden, ein vollständiges Impressum haben und regelmäßig gepflegt werden.
Wofür braucht ein Handwerksbetrieb eine eigene Website?
Ob über Empfehlung oder Google: Fast jeder Kunde landet vor dem Anruf auf deiner Homepage und prüft, ob du der Richtige für seinen Auftrag bist.
Wie du bei Google überhaupt gefunden wirst, also Unternehmensprofil, Einzugsgebiet und Rankings, erklären wir ausführlich im Artikel SEO für Handwerker. Hier geht es um das, was danach auf deiner Seite passiert.
Was muss auf den ersten Blick klar sein?
Der sichtbare Bereich ganz oben, bevor man scrollt, beantwortet drei Fragen:
- Was machst du? „Elektroinstallation und E-Check“ sagt mehr als „Ihr Partner für Technik“.
- Wo bist du unterwegs? Etwa „Mannheim, Ludwigshafen und Viernheim“. Wer in Weinheim wohnt, sieht sofort, ob er richtig ist.
- Wie erreiche ich dich? Telefonnummer, WhatsApp und gegebenenfalls Notdienst direkt sichtbar, nicht erst im Menü.
Ein echtes Teamfoto oben hilft: Menschen lassen lieber jemanden ins Haus, dessen Gesicht sie kennen.
Wie erreicht der Kunde dich am schnellsten?
Am Handy will niemand eine Nummer abschreiben. Die Telefonnummer muss als Link hinterlegt sein, damit ein Tipp genügt. Das Gleiche gilt für WhatsApp: Viele Kunden schicken lieber schnell ein Foto vom tropfenden Siphon, als lange zu erklären.
Ein fester Kontaktknopf, der beim Scrollen am Bildschirmrand stehen bleibt, sorgt dafür, dass der Weg zur Anfrage nie mehr als einen Tipp entfernt ist.
Welche Seiten gehören auf eine Handwerker-Website?
Eine Handwerker-Website muss nicht groß sein, aber jede Seite braucht eine klare Aufgabe:
| Seite | Was dort hingehört | Ziel |
|---|---|---|
| Startseite | Gewerk, Einsatzgebiet, Kontaktknopf, Teamfoto, Auswahl an Projekten | In Sekunden zeigen: Hier bist du richtig |
| Leistungsseite | eine Leistung pro Seite, Ablauf, typische Fragen, passende Projekte | Den konkreten Auftrag erklären |
| Projekte | Vorher-Nachher-Fotos, kurze Beschreibung, Stadtteil | Beweisen, dass du es kannst |
| Über uns | Team, Werdegang, Ausbildung, Meisterbetrieb, sofern zutreffend | Vertrauen schaffen |
| Karriere | offene Stellen, Ausbildung, Arbeitsalltag, Ansprechpartner | Fachkräfte und Azubis gewinnen |
| Kontakt | Telefon, WhatsApp, kurzes Formular, Rückrufwunsch, Erreichbarkeit | Die Anfrage so leicht wie möglich machen |
| Impressum und Datenschutz | Pflichtangaben, genutzte Dienste | Rechtlich sauber auftreten |
Wie du mit einem Anbieter grundsätzlich an so ein Projekt herangehst, steht im Artikel Webseite erstellen lassen.
Wie zeigst du deine Arbeit mit echten Fotos?
Stockfotos sagen nichts über deine Arbeit. Ein Sanitärbetrieb in Neckarau, der das alte Bad mit gelben Fliesen neben dem fertigen Bad zeigt, überzeugt mehr als jeder Werbesatz.
- Vorher und Nachher: vor Arbeitsbeginn und nach der Abnahme ein Foto aus derselben Perspektive.
- Einverständnis einholen: Frag den Kunden vorher, ob du die Bilder zeigen darfst, und halte das fest.
- Privates raus: Keine Namen, Hausnummern oder persönlichen Gegenstände im Bild.
- Sauber einbauen: Google empfiehlt beschreibende Dateinamen und Alternativtexte sowie Bilder in einer guten Qualität, die trotzdem schnell laden.
Wie schafft deine Homepage Vertrauen?
Wer einen Handwerker ins Haus holt, will wissen, mit wem er es zu tun hat. Zeig dein Team mit Namen und Foto und nenne Ausbildung und Qualifikationen. Bist du Meisterbetrieb oder Innungsmitglied, darf das gern prominent stehen, aber nur, wenn es tatsächlich zutrifft.
Dazu kommen Bewertungen. Echte Kundenstimmen wirken stärker als jede Selbstbeschreibung. Verlinke zusätzlich auf dein Google-Profil. Wie du Kunden fair um eine Bewertung bittest, erklären wir im Artikel über Google-Bewertungen.
Wir schauen uns deine Seite an und zeigen dir im kostenlosen Erstgespräch, was ein Kunde am Handy sieht und wo er abspringt.
Wie sieht ein Anfrageformular aus, das Kunden gern ausfüllen?
Je kürzer, desto besser. Name, Telefon oder E-Mail, Ort und eine kurze Beschreibung reichen für den ersten Schritt. Alles andere klärst du im Gespräch.
- Foto-Upload: Ein Bild vom Sicherungskasten oder vom Wasserschaden spart dir die erste Besichtigung und dem Kunden lange Erklärungen.
- Auswahl statt Freitext: „Reparatur“, „Neubau“, „Wartung“ als Knöpfe sind schneller angetippt als getippt.
- Rückrufwunsch: Ein Feld für das passende Zeitfenster, zum Beispiel vormittags oder nach 17 Uhr.
- Klare Rückmeldung: Nach dem Absenden steht da, wann du dich meldest.
Hochgeladene Fotos und Kontaktdaten sind personenbezogene Daten. Das Formular sollte deshalb nur verschlüsselt übertragen und in deiner Datenschutzerklärung beschrieben sein.
Warum gehört eine Karriereseite dazu?
Für viele Betriebe ist nicht der nächste Auftrag das Problem, sondern der nächste Geselle. Bewerber schauen sich deine Website genauso an wie Kunden. Eine Karriereseite zeigt den Alltag bei dir: Team, Fahrzeuge, Einsatzorte, Arbeitszeiten und ein Ansprechpartner mit Namen.
Für Azubis senken ein paar Sätze zum ersten Lehrjahr und eine Bewerbung mit wenigen Feldern oder per WhatsApp die Hürde deutlich.
Wie schnell und mobil muss die Seite sein?
Viele Kunden suchen am Handy. Google verwendet laut eigener Dokumentation die mobile Version einer Website für Indexierung und Ranking. Deine Seite muss also am Smartphone vollständig und gut bedienbar sein, nicht nur am Bürorechner.
Auch die Ladezeit zählt. Google misst mit den Core Web Vitals, wie schnell und stabil eine Seite für echte Besucher lädt. Typische Bremsen: riesige Fotos direkt aus der Kamera, Bilder-Slider und eingebettete Videos auf der Startseite.
Was gehört rechtlich ins Impressum eines Handwerksbetriebs?
Für geschäftliche Websites schreibt § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG) Pflichtangaben vor: unter anderem Name und Anschrift, eine schnelle elektronische Kontaktmöglichkeit, gegebenenfalls Registereintrag und Umsatzsteuer-ID. Bei bestimmten reglementierten Berufen kommen die Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und die berufsrechtlichen Regelungen hinzu. Für viele Handwerksbetriebe kann das die Handwerkskammer betreffen.
Die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV) nennt weitere Informationen, etwa Angaben zu einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung.
Wer pflegt die Website nach dem Start?
Neue Projekte, geänderte Zeiten, eine offene Ausbildungsstelle: All das sollte zeitnah auf der Seite stehen. Kläre vorher, ob du selbst Inhalte ändern kannst und wer sich um Updates, Sicherheit und Sicherungen kümmert.
Ein einfacher Rhythmus: nach jedem Projekt ein paar Fotos hochladen, einmal im Quartal alle Angaben prüfen. Bei unserem Webdesign in Mannheim planen wir die Pflege deshalb von Anfang an mit ein.
Checkliste: Ist deine Handwerker-Website bereit für Anfragen?
Häufige Fragen zur Website für Handwerker
Wie viele Unterseiten braucht eine Handwerker-Website?
So viele, wie du Leistungen hast, die du wirklich verkaufen willst, plus Startseite, Projekte, Über uns, Kontakt und die Pflichtseiten. Für einen kleinen Betrieb sind das oft nur eine Handvoll Seiten. Wichtiger als die Zahl ist, dass jede Seite eine klare Aufgabe hat und am Ende zur Anfrage führt.
Darf ich Fotos aus den Wohnungen meiner Kunden zeigen?
Nur mit Einverständnis der Kunden, am besten schriftlich. Achte darauf, dass keine Namen, Hausnummern, Familienfotos oder andere private Dinge im Bild sind.
Soll ich WhatsApp auf meiner Homepage anbieten?
Wenn du WhatsApp im Betrieb ohnehin nutzt, ist ein Chat-Button für viele Kunden der einfachste Weg, schnell ein Foto vom Schaden zu schicken. Kläre vorher, wer die Nachrichten beantwortet, und nimm den Dienst in deine Datenschutzerklärung auf.
Kann ich meine Website später selbst pflegen?
Das sollte von Anfang an so geplant sein. Neue Projektfotos, eine geänderte Telefonnummer oder eine offene Ausbildungsstelle musst du ohne Programmierkenntnisse eintragen können.
Was muss ins Impressum eines Handwerksbetriebs?
Grundlage ist § 5 DDG: Name, Anschrift, schnelle Kontaktmöglichkeit, gegebenenfalls Register und Umsatzsteuer-ID. Je nach Gewerk kommen Angaben zur Kammer und zur Berufsbezeichnung hinzu, die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung nennt außerdem Angaben zu einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung. Was für deinen Betrieb gilt, klärst du im Zweifel mit deiner Handwerkskammer oder einer Anwältin.
Du willst eine Website, die zu deinem Betrieb passt und Anfragen bringt? Dann schau dir unser Webdesign in Mannheim an. Und wenn du zusätzlich in Google Maps besser stehen willst, hilft dir unsere Local SEO in Mannheim. Für alles rund um Rankings und Inhalte sind wir deine SEO-Agentur in Mannheim.